Der weibliche Mann, die männliche Frau
von Peter Orban
Als der Herausgeber dieser schönen Zeitschrift mich bat, aus Anlass des Schwerpunktthemas “Männliche Seele, Weibliche Seele” einige Gedanken – vielleicht sogar astrologische – beizusteuern, stimmte ich dem gern zu. Herausgeber und Leser mögen jedoch entschuldigen, dass diese Zeilen ein wenig stenographisch ausgefallen sind: Es war auf kleinem Raum relativ viel unterzubringen. Da helfen nur viele Doppelpunkte.
Zuerst das Basiswissen: Der Mensch ist ein Doppelwesen. Er existiert in zweifacher Form. Jeder weiß das. Und als deine Hebamme dich damals ans Licht der Welt zog, sagte sie verständnisvoll zu deiner Mama: Es ist ein Lingam (oder eine Yoni) oder sie sagt: Es ist ein Yang (oder eine Yin).
Aber nein, denn da deine Hebamme – Gott sei dank – keine spirituelle Sprache spricht, sagte sie zu deiner Mutter einfach nur: ”Es ist ein Bub (oder ein Madel)!”
Ja, wenn es so einfach wäre!
Nein, der Mensch ist kein Doppelwesen, aber es hat 25 Jahre Astrologie und Psychotherapie gebraucht, diesem Verwirrspiel auf die Schliche zu kommen.
Beginnen wir dennoch mit dem einfachen. Du hast einen Körper und du hast eine Seele (manche sagen, du bist in einer Seele, darüber lasse ich mit mir handeln) und dein Körper hat ein bestimmtes Geschlecht. Tust du das, was die Hebamme getan hat, schaust du dir also zwischen die Beine, weißt du, welches Geschlecht. Aber: Du kennst jetzt nur dein körperliches Geschlecht!
Und dein Körper ist – mit Verlaub – nur deine Oberfläche, nur das nach außen gewendete Werkzeug, mit dem du durch die Welt eilst oder dich meditierst. Darunter oder darinnen befindet sich jene Instanz, die wir “Seele” nennen und die deinen Körper beseelt, belebt und antreibt. Ohne sie gibt es kein Leben! Über diese Instanz wissen wir herzlich wenig. (Und mit jedem Jahr, das ich älter werde, weiß ich ein wenig weniger. Das ist nicht nur deprimierend, es macht auch froh!)
Aber eines wissen wir heute mit großer Sicherheit: Auch die Seele hat ein Geschlecht!
Und: Oft stimmt das äußere mit dem inneren Geschlecht nicht überein. Dann ist das Leben für viele Jahre zerstaltet, weil man das deutliche Gefühl hat, irgendetwas stimmt ganz und gar nicht.
Manche Transsexuelle bringen es auf den Punkt: “Ich fühle mich lebenslang eingekerkert in einem falschen Körper!” und wünschen sich nichts sehnlicher als die Erlaubnis für eine Geschlechtsumwandlung. Sie versuchen also innen und außen zu Deckung zu bringen – um einen ziemlich hohen Preis.
Die Frage stellt sich nun: Welches Geschlecht dominiert? Welches Geschlecht ist wichtiger in meinem und deinem Leben? Die Antwort ist sehr einfach. Dein seelisches Geschlecht überwiegt in seiner Schwere das körperliche bei weitem.
Und jetzt die zweite Frage: Gibt es eine Methode, das seelische Geschlecht wahrzunehmen.
Oder: Zwischen welche Beine muss man schauen, um dem Geschlecht der Seele näher zu kommen?
Die Antwort ist einfach: (Schon wieder ein Doppelpunkt – aber ich hatte den Leser gewarnt.)
Das Geschlecht meiner und deiner Seele wird vollständig beschrieben vom Aszendenten meines und deines Geburtshoroskops!
(...)
Der ganze Artikel in: aJ, Vol. 14
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Als der Herausgeber dieser schönen Zeitschrift mich bat, aus Anlass des Schwerpunktthemas “Männliche Seele, Weibliche Seele” einige Gedanken – vielleicht sogar astrologische – beizusteuern, stimmte ich dem gern zu. Herausgeber und Leser mögen jedoch entschuldigen, dass diese Zeilen ein wenig stenographisch ausgefallen sind: Es war auf kleinem Raum relativ viel unterzubringen. Da helfen nur viele Doppelpunkte.
Zuerst das Basiswissen: Der Mensch ist ein Doppelwesen. Er existiert in zweifacher Form. Jeder weiß das. Und als deine Hebamme dich damals ans Licht der Welt zog, sagte sie verständnisvoll zu deiner Mama: Es ist ein Lingam (oder eine Yoni) oder sie sagt: Es ist ein Yang (oder eine Yin).
Aber nein, denn da deine Hebamme – Gott sei dank – keine spirituelle Sprache spricht, sagte sie zu deiner Mutter einfach nur: ”Es ist ein Bub (oder ein Madel)!”
Ja, wenn es so einfach wäre!
Nein, der Mensch ist kein Doppelwesen, aber es hat 25 Jahre Astrologie und Psychotherapie gebraucht, diesem Verwirrspiel auf die Schliche zu kommen.
Beginnen wir dennoch mit dem einfachen. Du hast einen Körper und du hast eine Seele (manche sagen, du bist in einer Seele, darüber lasse ich mit mir handeln) und dein Körper hat ein bestimmtes Geschlecht. Tust du das, was die Hebamme getan hat, schaust du dir also zwischen die Beine, weißt du, welches Geschlecht. Aber: Du kennst jetzt nur dein körperliches Geschlecht!
Und dein Körper ist – mit Verlaub – nur deine Oberfläche, nur das nach außen gewendete Werkzeug, mit dem du durch die Welt eilst oder dich meditierst. Darunter oder darinnen befindet sich jene Instanz, die wir “Seele” nennen und die deinen Körper beseelt, belebt und antreibt. Ohne sie gibt es kein Leben! Über diese Instanz wissen wir herzlich wenig. (Und mit jedem Jahr, das ich älter werde, weiß ich ein wenig weniger. Das ist nicht nur deprimierend, es macht auch froh!)
Aber eines wissen wir heute mit großer Sicherheit: Auch die Seele hat ein Geschlecht!
Und: Oft stimmt das äußere mit dem inneren Geschlecht nicht überein. Dann ist das Leben für viele Jahre zerstaltet, weil man das deutliche Gefühl hat, irgendetwas stimmt ganz und gar nicht.
Manche Transsexuelle bringen es auf den Punkt: “Ich fühle mich lebenslang eingekerkert in einem falschen Körper!” und wünschen sich nichts sehnlicher als die Erlaubnis für eine Geschlechtsumwandlung. Sie versuchen also innen und außen zu Deckung zu bringen – um einen ziemlich hohen Preis.
Die Frage stellt sich nun: Welches Geschlecht dominiert? Welches Geschlecht ist wichtiger in meinem und deinem Leben? Die Antwort ist sehr einfach. Dein seelisches Geschlecht überwiegt in seiner Schwere das körperliche bei weitem.
Und jetzt die zweite Frage: Gibt es eine Methode, das seelische Geschlecht wahrzunehmen.
Oder: Zwischen welche Beine muss man schauen, um dem Geschlecht der Seele näher zu kommen?
Die Antwort ist einfach: (Schon wieder ein Doppelpunkt – aber ich hatte den Leser gewarnt.)
Das Geschlecht meiner und deiner Seele wird vollständig beschrieben vom Aszendenten meines und deines Geburtshoroskops!
(...)
Der ganze Artikel in: aJ, Vol. 14
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