Begegnung mit Shri Poonjaji
Von Corinne Frottier
Im Jahre1999 erschien im amerikanischen Verlag Do Publishing das Buch „Meeting Papaji“ von Roslyn Moore, einer Schülerin von Gangaji. Darin hat die Autorin Gespräche mit Menschen veröffentlicht, die von ihrer Begegnung mit Shri Poonjaji berichten. Nach der Lektüre des Buches entstand die Idee, Gespräche mit Menschen aus Hamburg zu führen, die einige Zeit in Lucknow bei Shri Poonjaji verbracht hatten. Die nachfolgenden Geschichten ermöglichten mir eine indirekte aber sehr persönliche Begegnung mit diesem großen Lehrer, dessen Wirken noch in den Interviews deutlich zu spüren war. Für die folgenden Schilderungen gilt, was Smaran, einer meiner Gesprächspartner, sagt: Es sind nicht wirklich Geschichten, es ist eine tiefere Wahrheit, die mit der Sprache des Herzens mitgeteilt wird und oft poetisch ist.
Padmas Apfel
Ich hatte schon als Kind immer religiöse Auseinandersetzungen mit meinem Vater, der sehr katholisch war. Zuerst gab ich mir Mühe, ihn zu verstehen, dann kam eine Zeit, da habe ich mich vollkommen dagegen gewehrt und wollte nichts mehr damit zu tun haben. Nach und nach habe ich dann aber doch durch die katholische Kirche zurück zur Spiritualität gefunden. Ein Jahr lang habe ich wirklich in jeder Messe gesessen und die ganze Zeit nur geheult. Dieser Schmerz, von all dem getrennt zu sein, mußte erst mal raus. Und dann kam ein Moment, in dem es einfach vorbei war und es förmlich aus mir herauslachte. Es war während einer Messe, und ich konnte dieses Lachen überhaupt nicht unterdrücken. Es war eine so unfaßbare Freude, ich wußte, Gott ist hier! Alles ist eins, ich bin Gott, Gott ist in mir, und alles ist da!
Kurz danach bin ich Isaac Shapiro im Satsang begegnet. Ich habe sofort erkannt, das ist es, das ist genau das, was ich in der Kirche erfahren habe, nur war es hier noch viel direkter und klarer. Isaac reiste damals viel, und ich bin ihm, soweit es ging, gefolgt. Er sprach oft von seinem Lehrer, Papaji, der ihn und andere als Botschafter in die Welt geschickt hatte. Da war es für mich klar, daß ich zu dem hinfahre, und das habe ich dann auch gemacht.
Mitten in der Nacht kam ich in Delhi an. Man hatte mich vor meiner Abreise gewarnt, ich sei verrückt, als Frau ganz alleine nach Indien zu fliegen und dann auch noch mitten in der Nacht dort anzukommen und die Zeit bis zum Morgen am Flughafen zu verbringen. Aber ich wußte, ich muß da hin, und kaum war ich gelandet, war ich vollkommen glücklich. Es fühlte sich an wie nach Hause kommen und jeder Schritt, mit dem ich Papaji näher kam, löste in mir eine freudige Erregung aus.
Als ich in Lucknow ankam, wurde ich sofort zum Satsanghaus geführt, aber ich kam zu spät und stand in einem kleinen Vorraum vor einer Glastür, die zum Satsangraum führte. Das war schon überwältigend, einfach da zu sein und diese Kraft zu spüren.
Später nahm mich eine Frau mit in das Haus, wo ich wohnen sollte. Ich war durch die Zeitverschiebung und die Aufregung sehr durcheinander und hab dann erstmal zwei Stunden geschlafen. Danach wurde ich von der Frau geweckt, die mir sagte, du kannst jetzt gleich rübergehen und Papaji persönlich treffen.
(...)
Der ganze Text in: aJ, Vol. 4
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Im Jahre1999 erschien im amerikanischen Verlag Do Publishing das Buch „Meeting Papaji“ von Roslyn Moore, einer Schülerin von Gangaji. Darin hat die Autorin Gespräche mit Menschen veröffentlicht, die von ihrer Begegnung mit Shri Poonjaji berichten. Nach der Lektüre des Buches entstand die Idee, Gespräche mit Menschen aus Hamburg zu führen, die einige Zeit in Lucknow bei Shri Poonjaji verbracht hatten. Die nachfolgenden Geschichten ermöglichten mir eine indirekte aber sehr persönliche Begegnung mit diesem großen Lehrer, dessen Wirken noch in den Interviews deutlich zu spüren war. Für die folgenden Schilderungen gilt, was Smaran, einer meiner Gesprächspartner, sagt: Es sind nicht wirklich Geschichten, es ist eine tiefere Wahrheit, die mit der Sprache des Herzens mitgeteilt wird und oft poetisch ist.
Padmas Apfel
Ich hatte schon als Kind immer religiöse Auseinandersetzungen mit meinem Vater, der sehr katholisch war. Zuerst gab ich mir Mühe, ihn zu verstehen, dann kam eine Zeit, da habe ich mich vollkommen dagegen gewehrt und wollte nichts mehr damit zu tun haben. Nach und nach habe ich dann aber doch durch die katholische Kirche zurück zur Spiritualität gefunden. Ein Jahr lang habe ich wirklich in jeder Messe gesessen und die ganze Zeit nur geheult. Dieser Schmerz, von all dem getrennt zu sein, mußte erst mal raus. Und dann kam ein Moment, in dem es einfach vorbei war und es förmlich aus mir herauslachte. Es war während einer Messe, und ich konnte dieses Lachen überhaupt nicht unterdrücken. Es war eine so unfaßbare Freude, ich wußte, Gott ist hier! Alles ist eins, ich bin Gott, Gott ist in mir, und alles ist da!
Kurz danach bin ich Isaac Shapiro im Satsang begegnet. Ich habe sofort erkannt, das ist es, das ist genau das, was ich in der Kirche erfahren habe, nur war es hier noch viel direkter und klarer. Isaac reiste damals viel, und ich bin ihm, soweit es ging, gefolgt. Er sprach oft von seinem Lehrer, Papaji, der ihn und andere als Botschafter in die Welt geschickt hatte. Da war es für mich klar, daß ich zu dem hinfahre, und das habe ich dann auch gemacht.
Mitten in der Nacht kam ich in Delhi an. Man hatte mich vor meiner Abreise gewarnt, ich sei verrückt, als Frau ganz alleine nach Indien zu fliegen und dann auch noch mitten in der Nacht dort anzukommen und die Zeit bis zum Morgen am Flughafen zu verbringen. Aber ich wußte, ich muß da hin, und kaum war ich gelandet, war ich vollkommen glücklich. Es fühlte sich an wie nach Hause kommen und jeder Schritt, mit dem ich Papaji näher kam, löste in mir eine freudige Erregung aus.
Als ich in Lucknow ankam, wurde ich sofort zum Satsanghaus geführt, aber ich kam zu spät und stand in einem kleinen Vorraum vor einer Glastür, die zum Satsangraum führte. Das war schon überwältigend, einfach da zu sein und diese Kraft zu spüren.
Später nahm mich eine Frau mit in das Haus, wo ich wohnen sollte. Ich war durch die Zeitverschiebung und die Aufregung sehr durcheinander und hab dann erstmal zwei Stunden geschlafen. Danach wurde ich von der Frau geweckt, die mir sagte, du kannst jetzt gleich rübergehen und Papaji persönlich treffen.
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Der ganze Text in: aJ, Vol. 4
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