Jedes Heft ein Geheimnis


Wie ein Heft entsteht: Erstens aus einer Herzensbeziehung zum Thema, die alle Beteiligten wahnehmen und pflegen sollen. Und zweitens natürlich durch viel Handwerk.

Am Anfang steht immer ein Suchen, ein Kreisen um den noch unbekannten Mittelpunkt, um das Heft-Thema, das ans Licht will. Oft legt es sich nahe aus dem vorhergehenden Heft, zum Beispiel „Jenseits von Gut und Böse“ (Vol. 11) folgte dem Heft „Das Böse“ (Vol. 10). In einem Brainstorming mit OM sammeln und assoziieren die Redaktionsmitglieder Bilder, Themen und Textideen – bis ein Arbeitstitel steht.

Die Autorinnen und Autoren für das je neue Heft zu finden, ist stets schwierig. Denn sie sollen „advaitische“ Perspektive einnehmen und den geistlichen Puls ihres Textthemas erspüren wollen und können. Alle Redakteure lesen dann die Texte und bearbeiten sie auch innerlich. Oft sind deshalb Texte des advaitaJournals lange Wege gegangen bis sie einen Platz im Heft fanden. Und manche Artikel, denen keine Herzensbeziehung zum eigenen Gegenstand abzuspüren war, gelangten nicht ins Blatt.

Zwei Hefte im Jahr – das bedeutet auch eine Menge Telefonate, Mail-Verkehr, Interviews, Schreiben, Gegenlesen, Redigieren, Besuche auf der Buchmesse, Kontaktpflege. Wie bei jedem anderen Printprodukt auch. Der Unterschied zu „herkömmlichen“ Magazinen und Zeitungen ist das ständige Horchen darauf, was die Texte auslösen und in Bewegung zu bringen vermögen. Die Aufgabe lautet, als Autor oder Redaktionsmitglied beides in Einklang zu bringen - das ganz natürliche Erleben des Themas und der jeweiligen Texte und das Handwerk. Wie die Artikel schließlich zustanden kommen, meint OM, „ist ein Mysterium“.

Und jenes Tasten endet bis zum Schluss nicht. Das Titelbild entsteht, wenn alle Texte zur Verfügung stehen. Es ist ein Spiegel des zugrunde liegenden Verständnisses schlägt die Glocke für das ganze Heft.